…in der Damen & Open Division!
Deutsche Meisterschaften im Ultimate Frisbee 2011 in Frankfurt am Main.
Heidelberger Ultimate auf hohem Niveau: Am vergangenen Wochenende konnten wir Heidees wieder einmal zeigen, was in uns steckt: Sportliche Höchstleistungen, Willensstärke, Kampfgeist und vor allem ein unbeschreiblich guter Teamspirit. Für unsere Jungs ging es am Freitag um 9:00 morgens mit dem ersten Spiel gegen die Kölner Frühsportler los. Unerwartet schwer taten sie sich da noch. Kleiner Wehmutstropfen: Das Spiel war von beiden Seiten nicht schön anzuschauen. Der Sieg war dann jedoch den Heidees gewiss. Nur einige Stunden später donnerten die Jungs dann mit um so mehr Spielgeschick über die Hamburger Hardfische hinweg. Verdient.
Wir Frauen taten uns im ersten Spiel gegen Frau Rauscher aus Frankfurt auch nicht gerade leicht: 2 Stunden 15 Minuten zog sich das (auf 90 Minuten angesetzte) Spiel, dass wir in einem grandiosen Comeback 14:13 gewannen. Kurze Zeit später schon trafen wir auf die Seagulls aus Hamburg und spielten unser erstes (wenn auch etwas unfreiwilliges) Showgame. Da es auf Grund der Zeitverzögerung während des Heidees/Rauscher Spiels, schon im Begriff war dunkel zu werden, wurde das Spiel in der Halbzeit in die Arena verlegt. Das diffuse Flutlicht war leider jedoch keine große Hilfe, stärker motivierten uns die vielen Zuschauer, die Anfeuerungsrufe von der Sideline, noch einmal alle Reserven aufzufahren. Gegen Ende des Spiels stellten wir unsere Mann-Defense auf Zonen-Defense um, ganz nach Allens Idee „It´s dark und they can´t see, make them throw more!“. Wir siegten 15:13.
Am Samstag trafen die Open Jungs am Morgen auf die Frizzly Bears aus Aachen. Am Mittag spielten sie sich ins Halbfinale, mit einem Sieg gegen die 7 Schwaben aus Stuttgart. Wir Frauen trafen am Morgen auf die Woodchicas, was man wohl eher als Aufwärmspiel für beide Seiten verbuchen könnte. Mittags lieferten wir uns einen umso heißeren Kampf mit den Mainzelmädchen – ein sehr intensives, langes Spiel, dass wir verdient gewannen. Am späten Nachmittag besiegten wir schließlich die Dominas aus Köln.
Im Halbfinale am Sonntag Morgen trafen unsere Jungs noch einmal auf die Frizzly Bears. Zeitgleich spielten wir Mädels auf dem benachbarten Feld unser wichtigstes Spiel, um den Einzug ins Finale gegen Jinx aus Berlin. Ob es am Heidee Teamspirit lag oder was auch immer da los war, unsere Spiele verliefen fast gleich: 4:4 hier – 4:4 dort. 5:4 dort – 4:5 hier. Halbzeit geholt dort – Halbzeit geholt hier. Die Jungs gestalteten es dann etwas kürzer und holten sich den Sieg ab. Wir Mädels zogen noch einmal hart an, brachen die Moral der Berlinerinnen und fegten sie souverän mit 15:7 vom Platz. Und plötzlich rollten die Freudenstränen. Wir hatten es alle geschafft!
Im Finalspiel der Damen trafen wir erneut auf die Woodchicas. Diesmal jedoch mit erheblich mehr Selbstbewusstsein und Kampfesgeist, Zuversicht und vor allem Spaß am Spiel. So war es dann auch eigentlich gar nicht schlimm, letztendlich doch die Unterlegenen zu sein. Wir hatten alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten.
Das Finale der Männer war purer Nervenkitzel. Beide Mannschaften zeigten sich von extrem starker Seite, wobei die Heidees bis zum 13:11 die überlegenen waren. Unsere Jungs legten eine solche Schnelligkeit, Präzision, Eleganz und Kraft in das Spiel, dass es uns an der Sideline fast zerriss. Spektakuläre Würfe, Catches, Cuts und Laufduelle folgten aufeinander wie Blitze in einem Gewitter (Anmerkung der Schreiberin: Ich muss gerade so was von über mich selbst lachen..). Doch schließlich schafften Bad Skid wieder ins Spiel zu kommen. Ihre starke Defenseleistung machte es den Heidees zunehmend schwerer die Offense durchzubringen. Auf dieses Konto gingen dann auch die letzten beiden entscheidenden Punkte. Mit 15:13 mussten sich die Heidees geschlagen geben – es hätte auch anders ausgehen können.
Die Enttäuschung unserer Jungs war natürlich groß. Was sie jedoch gezeigt haben, war das stärkste Spiel gegen die Skids in diesem Jahr und vielleicht eines ihrer spektakulärsten Spiele überhaupt.
Diese Saison ist die erfolgreichste Saison, die wir alle jemals gespielt haben. Wir haben nicht nur gezeigt, dass wir spielerisch an der Spitze Deutschlands stehen, die Fitness und den Willen haben, sondern (um es mit Wolfis Worten zu sagen) „vor allem haben wir die Leidenschaft […]“ Darauf können wir verdammt stolz sein!
Im Damenteam spielten:
Andrea Rocker + Alexandra Moll + Astrid Groth + Eva Hermsen + Kata Stete + Leila Sisic + Marie-Luise Bischof + Maike Stauch + Meryl Kusyk + Mirjam Schweitzer + Nasrin Arnold + Nathalie Guimard + Sabrina Niebling + Silke Hingst + Sophie Collingborn
Im Openteam spielten:
Aleksandar Necakov + Allen Clement + Aze Martin Jakob + Benjamin Leenen + Chris Harris + Florian Reinhard + Franz Wöllert + Hans Tiro + Jakob Burr + Jens Hindricks + Julius Faber + Jan Becht + Micha Seitz + Moritz Rosenfeld + Mike Stapel + Rainer Beha + Reinhard Mörgenthaler + Sebastian Lilje + Torsten Henning + Wolfram Kolbe